HANA KOEN

HANA KOEN

Der heutige Tag sollte Regen bringen, deshalb haben wir uns keine grossen Pläne vorgenommen. Um 14 Uhr reservierten wir für uns den Privat Onsen, es blieben uns zuvor noch ein paar Stunden um die Gegend weiter zu erkunden.

Wir fuhren zum Mount Aso Geo Park ganz in der Nähe. Offensicht war da aber gar nichts. Jemand hat wohl die Tafel vergessen zu demontieren. Zwar haben wir einen Weg gefunden der irgendwohin führte, der letzte Tourist ging da aber wahrscheinlich vor zehn Jahren durch. Ohne Machete war es schwierig sich durch das Schilf zu kämpfen. Wir brachen die Übung ab und steuerten das nächste Ziel an.

Im Hana Koen (Blumenpark) war schon etwas mehr los. Aus den Lautsprechern der Anlage ertönte entspannendes Vogelgezwitscher und Glockenspiele. Die Farbenpracht der Blumen waren ein schöner Kontrast zum eher düsteren Himmel.

Zurück im Hotel wollten wir dann eben in den Onsen den wir reserviert haben aber der Dummkopf vom Empfang hatte die Tage verwechselt. Es gab dann schon noch ein Bad in der heissen Quelle aber  eher einfach in einem Loch im Garten statt im romantisch dekorierten Private Spa.

 

 

KUJU SAN – ERSTBESTEIGUNG

KUJU SAN – ERSTBESTEIGUNG

Unsere Anreise nach Japan dauerte innsgesamt 24 Stunden. Der Flug nach Nagoya über Helsinki war sehr anstrengend, zu viel Zeit zum denken tauschte sich ab mit dem Ärger über die schnarchenden Flugnachbarn und der schlechten Filmauswahl.

In Nagoya kaufte ich mit meinem spärlichen Japanisch unsere Zug Tickets, weiter ging es dann mit dem Nozomi Superexpress mit 300 km/h ins über 700 km entfernte Fukuoka wo wir ein Auto gemietet haben. Noch einmal 3h unterwegs erreichten wir dann endlich unser Ziel, Taketa. Wir sind hier im Resonate Club Kuju. Natürlich zu spät angekommen gab es nichts mehr zu Essen. So fielen wir mit Jetlag in’s Bett um wenigstens am Morgen wieder fit zu sein.

Da ich schon lange nicht mehr richtig gegessen habe verschlang ich am folgenden morgen vom japanischen Frühstück, sprich Fisch, über das kontinentale bis zum Buttergipfel alles.

Energiegeladen ging es dann los… nur wohin. Eine englische Karte des Gebietes scheint es nicht zu geben und der Typ vom Empfang spricht weniger englisch als ich japanisch. So blieb uns nichts anderes übrig um einfach ziellos den schöneren Zeichen der Strassenschildern zu folgen und der Mehrzahl der jeweiligen Richtungspfeile. Nachdem wir eine Sehenswürdigkeit in Form von einer Quelle gestreift habe. Fuhren wir verloren weiter bis wir zu einen überfüllten Parkplatz kamen.

Die Idee war es irgend einen Hügel zu erklimmen um sich mal orientieren zu können. So folgten wir all den Menschen die sich vom Parkplatz her nach oben zum Kuju San (1791m) bewegten. Auf dem Weg zum zweitgréssten Berg von Kyushu, begrüssten wir die uns entgegen kommende Wanderschar mit gefühlten 15’000 „Konnichi wa’s“.

Der Aufstieg glich ein wenig einer Völkerwanderung, fast ein wenig wie die Strecke Zürich nach Bern in den Stosszeiten. Aber es war natürlich eine lustige Erfahrung. So scherzten wir mit ein paar kommunikative Japaner halb englisch ein wenig japanisch aber vor allem in Zeichensprache. Während dem Gipfelsturm begegneten wir nur zwei nicht asiatischen Touristen ein Zeichen dafür wie abgelegen wir hier sind.

Zurück im Hotel, gönnten wir uns dann ein wenig Entspannung im eigenen Ofuro. Gerollt wie ein Sushi im heissen Wasser mit einem Bier holte uns dann der Jetlag wieder ein. Nach dem langersehnten japanischen Dinner in Form eines ausgiebigen Kaiseki Menu, rundeten wir den Tag mit einer kleinen Degustation japanischer Whiskys ab. Dazu klimperte ein in Kyushu gestrandeter kanadischer Pianist, sein Repertoire an herzzerreissenden Schnulzen von Hotel California der Engels bis zu Imagine von John Lennon. Zeit den Tag abzuschliessen und schlafen zu gehen. – Oyasumi Nasai!

Japan 2008

Japan 2008

Ich bin schon viel für das Karate gereist. Lissabon, Stavanger, Berlin, London und Paris – aber noch nie war ich in Tokyo, dem Karate-Mekka der Welt. Nun war es endlich soweit. Ich flog also nach Japan, um im Hombu Dojo zu trainieren.

Natürlich war ich nervös und selbst als ich im Flugzeug sass, konnte ich es nicht glauben, dass ich jetzt tatsächlich meinen Traum vom Training im Hombu Dojo realisiere. Ich hatteein wenig Zweifel, ob ich später in Tokyo auch alles finden würde. Hotel, Dojo oder überhaupt den Weg vom Flughafen in die Stadt. Diese Sorgen waren jedoch unbegründet, denn

schon am Flughafen traf ich meine Freunde aus Frankreich. Ich schloss mich Ihnen an, denn sie kannten sich in Tokyo schon aus.

Nach einem Abstecher nach Kyoto, wo ich eine Freundin besuchte, stand dann ganz das Training im Vordergrund. Im Dojo selber waren schon einige Ausländer, da am Donnerstag das jährliche JKA Spring Joint Training Camp begann, der Kurs, den ich später auch besuchen wollte. Das Training war kurz aber hart. Ich stand natürlich an meinem Stammplatz, vorderste Reihe in der Mitte. Und natürlich habe ich mich 200% angestrengt. Ich kam an meine Grenze, aber ohne den Spass zu verlieren. Im Vordergrund stand das Kihon-Training, welches wirklich streng war. Immer und immer wieder wurden die Techniken repetiert. Bis der eigentliche Kurs am Donnerstag begann, habe ich natürlich neben dem Training auch noch ein wenig die Stadt besichtig.

Früh am Morgen ging ich mit den Franzosen nach Tsukiji, um die Stimmung auf dem Fischmarkt zu erleben. Das Sushi und das Bier zum Frühstück schmeckten besonders fein.

Shopping in Ginza und vor allem in Asakusa war auch ein Erlebnis. Die gepflegten Parkanlagen in der Stadt sind schön und man kann dort inmitten der sonst so hektischen Stadt wunderbar entspannen.

Doch zurück zum Karate. Am Donnerstag begann dann der Kurs. Karateka aus allen Ecken der Welt warennach Tokyo gekommen. Die Stimmung war wie an einem grossen Kongress. Man diskutierte, trainierte und tauschte Adressen aus. Das Training war nicht so hart wie die normalen Klassen im Hombu Dojo. Zum einen waren einfach zu viele Leute da, zum anderen war es auch mehr ein Instruktorenkurs. Es wurde also mehr auf technische Details eingegangen, als stundenlang Kihon zu trainieren. Die Atmosphäre war wirklich sehr schön.

Um 9.00 Uhr begann das Training. Am Mittag assen alle im Dojo, bis es dann später mit dem Training weiterging. Am Abend war auch immer etwas los. Ich muss schon sagen, ich bin nicht besonders viel zum Schlafen gekommen. Aber es war auch alles zu spannend und aufregend. Eine Woche Tokyo ist leider viel zu wenig, aber ich weiss jetzt, dass es mir dort gefällt, und plane wieder zu gehen. Das nächste Mal sicher länger.

Kanada 2007

Kanada 2007

Es war im Januar 2007 als wir nach Kanada in die eisige Kälte abreisten. Ziel der Reise war eine Schneetöff-Tour in der Gaspésie, eine Halbinsel die in den Sankt-Lorenz-Golf ragt. Die französischsprachige Region gehört zu der Provinz Québec.

Da sich unsere Reisegruppe nicht gerade reibungslose Ferien gewohnt ist, waren wir auch nicht überrascht, als es bereits nach der Ankunft Programmänderungen gab. Zu lange hatte es nicht geschneit und sogar die Durchführung der Tour war fraglich. Jetzt aber gab es Schneestürme und wir sassen den ersten Tag in der wunderschönen Stadt Québec fest. Man konnte sich so wenigstens ein wenig an die Kälte ohne zusätzlichen Fahrtwind gewöhnen.

Zwei Tage später waren wir dann aber doch, dick eingewickelt in Thermoanzügen auf unseren Schneetöffs. Die Reise führte durch wunderschöne Tannenwälder und eine traumhafte Schneelandschaft. Bis auf den ersten Tag, als wir schon nach etwa 30 Km im Schnee stecken blieben und dann bei eisigen Minustemperaturen auf das Pistenfahrzeug warten mussten, gab es eigentlich keine Zwischenfälle.

Leider konnten wir die Tour nicht wie vorgesehen machen, da das Wetter nicht mitspielte. Es hatte entweder zu viel oder zu wenig Schnee. Aber das was wir gemacht haben war trotzdem sehr schön.