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Tokyo

Sayonara Tokyo

Sayonara Tokyo

Eigentlich hat mich der Alltag zurück in der Schweiz schon längst wieder eingeholt. Es fehlt jedoch noch der letzte Eintrag von meinem Blog den ich nun rückblickend auf’s Blatt (äh, den Bildschirm) zaubern werde.

Am Tag unserer Abreise fand auf der Insel Ishigaki eine Tsunami Alarm Übung statt. Das wäre sicher interessant gewesen. Leider waren wir dann zu diesem Zeitpunkt schon wieder in Naha. Die Reise führte weiter zur letzten Destination Tokyo. Nach insgesamt mehr als 3 Stunden Flug und knappen 2000 km kamen wir in der Metropole an. Die Hektik hat uns wieder. Von den Gebäuden blinken uns farbige LED Werbungen mit japanischen Zeichen entgegen, hier scheint es niemals ruhig zu sein.

Die Stadt bietet viele Gegensätze. Von den Luxusläden mit den neusten Modetrends in Ginza bis zur punklastigen Jugendmode in Harajuku, dort lohnt es sich vor allem die Szene zu beobachten. Auch wenn es hier überall von Geschäftshäusern wimmelt so findet man in den schönen Parkanlagen wieder seine Ruhe. Der Yoyogi Park zum Beispiel ist ein Treffpunkt für Musik- und Tanzgruppen. Hier treffen sich vor allem am Wochenende viele Leute, auch viele Junge die sich exzentrisch im Harajuku-Kawaii-Style präsentieren. Nur ein paar Schritte weiter beim Meiji Jingu, einem Shinto Schrein geht es eher traditionell zu. Wenn man Glück hat sieht man auch eine Hochzeit wo die beteiligten in schönen zeremoniellen Gewändern zu bestaunen sind.

Wir besuchten früh am Morgen den Fischmarkt in Tsukiji. Nicht so früh, dass man die Fischauktion miterlebte jedoch früh genug um noch das geschäftige Treiben an den Verkaufsständen zu beobachten. Hier findet man wohl jede Fischsorte. Die Krebse krabbeln müde in ihren Styropor Kisten herum und warten darauf im Gourmet Restaurant auf dem Teller zu landen. daneben bekommt man am nächsten Stand den feinsten Grüntee aus der frischen Herbsternte oder kann etwas weiter vorne ein von Hand geschmiedetes Sushi Messer kaufen. Um 9.30 Uhr waren wir dann lange genug auf den Beinen, ein Bier war fällig. So bestellten wir uns in einem der vielen kleinen Restaurants eine Portion Sushi und natürlich ein grosses Bier. Das gehört einfach zu einem Besuch auf dem Fischmarkt.

Um sich die Stadt mal von oben zu betrachten eignet sich ein Besuch des Tokyo Towers bestens. Bequem per Lift nach oben transferiert genossen wir die Aussicht über die Stadt, probierten die im Sony Building ergatterte neue Linse aus und schossen Fotos von den unzähligen Bauten. Leider reichte das Zoom nicht bis zum Fujiyama, dieser ist nämlich von da oben bei schönem Wetter sichtbar.

Natürlich gäbe es noch viel mehr zu sehen. Leider aber waren wir nur 2 Tage in Tokyo und ich musste noch meine Frusteinkäufe machen und das dauerte eine Weile.

Jedenfalls kamen wir wieder heil nach Hause zurück. Voll mit neuen Impressionen aus Regionen die wir so noch nie gesehen haben. Mit Geschichten die wir so nicht wieder erleben werden. Ich hoffe der kleine Einblick in unsere Reise hat euch gefallen.

Japan 2008

Japan 2008

Ich bin schon viel für das Karate gereist. Lissabon, Stavanger, Berlin, London und Paris – aber noch nie war ich in Tokyo, dem Karate-Mekka der Welt. Nun war es endlich soweit. Ich flog also nach Japan, um im Hombu Dojo zu trainieren.

Natürlich war ich nervös und selbst als ich im Flugzeug sass, konnte ich es nicht glauben, dass ich jetzt tatsächlich meinen Traum vom Training im Hombu Dojo realisiere. Ich hatteein wenig Zweifel, ob ich später in Tokyo auch alles finden würde. Hotel, Dojo oder überhaupt den Weg vom Flughafen in die Stadt. Diese Sorgen waren jedoch unbegründet, denn

schon am Flughafen traf ich meine Freunde aus Frankreich. Ich schloss mich Ihnen an, denn sie kannten sich in Tokyo schon aus.

Nach einem Abstecher nach Kyoto, wo ich eine Freundin besuchte, stand dann ganz das Training im Vordergrund. Im Dojo selber waren schon einige Ausländer, da am Donnerstag das jährliche JKA Spring Joint Training Camp begann, der Kurs, den ich später auch besuchen wollte. Das Training war kurz aber hart. Ich stand natürlich an meinem Stammplatz, vorderste Reihe in der Mitte. Und natürlich habe ich mich 200% angestrengt. Ich kam an meine Grenze, aber ohne den Spass zu verlieren. Im Vordergrund stand das Kihon-Training, welches wirklich streng war. Immer und immer wieder wurden die Techniken repetiert. Bis der eigentliche Kurs am Donnerstag begann, habe ich natürlich neben dem Training auch noch ein wenig die Stadt besichtig.

Früh am Morgen ging ich mit den Franzosen nach Tsukiji, um die Stimmung auf dem Fischmarkt zu erleben. Das Sushi und das Bier zum Frühstück schmeckten besonders fein.

Shopping in Ginza und vor allem in Asakusa war auch ein Erlebnis. Die gepflegten Parkanlagen in der Stadt sind schön und man kann dort inmitten der sonst so hektischen Stadt wunderbar entspannen.

Doch zurück zum Karate. Am Donnerstag begann dann der Kurs. Karateka aus allen Ecken der Welt warennach Tokyo gekommen. Die Stimmung war wie an einem grossen Kongress. Man diskutierte, trainierte und tauschte Adressen aus. Das Training war nicht so hart wie die normalen Klassen im Hombu Dojo. Zum einen waren einfach zu viele Leute da, zum anderen war es auch mehr ein Instruktorenkurs. Es wurde also mehr auf technische Details eingegangen, als stundenlang Kihon zu trainieren. Die Atmosphäre war wirklich sehr schön.

Um 9.00 Uhr begann das Training. Am Mittag assen alle im Dojo, bis es dann später mit dem Training weiterging. Am Abend war auch immer etwas los. Ich muss schon sagen, ich bin nicht besonders viel zum Schlafen gekommen. Aber es war auch alles zu spannend und aufregend. Eine Woche Tokyo ist leider viel zu wenig, aber ich weiss jetzt, dass es mir dort gefällt, und plane wieder zu gehen. Das nächste Mal sicher länger.